BuiltWithNOF

Die Entscheidung ist gefallen, Sie wollen sich einen Welpen kaufen. Sie haben sich vorher belesen und Informationen eingeholt. Wichtig ist auch, woher sollte der Welpe kommen. Ganz klar ist natürlich, der Welpe sollte von einem Züchter sein, der dem VDH angehört. Ein seriöser Züchter wird Sie über vieles schon vorab informieren. Er wird Ihnen zur Seite stehen, wenn der Welpe bei Ihnen zu Hause ist.
Bitte denken Sie schon im Vorfeld genau darüber nach, welche Rasse für Sie in Frage kommt. Es ist leider so, dass viele Menschen sich einen Hund angeschafft haben oder anschaffen, der absolut nicht zu ihrem Lebensstil oder ihrer Persönlichkeit passt. Ein großer tempramentvoller Hund hat nichts in einer Stadtwohnung zu suchen. Hunde sind unglaublich anpassungsfähig, aber ein Hund der in der falschen Umgebung lebt, wird niemals seine positiven Seiten ganz ausleben, und dann kann es durchaus sein, dass er seinem Menschen Probleme bereitet. Leider muss ich auch schreiben, dass ich der Meinung bin, das es Menschen gibt, die überhaupt keinen Hund haben sollten. Hunde sind nicht nur “Wachhunde”, sie sollten auch nicht als “Statussymbol” angeschafft werden. Hunde sind intelligente und sensible Geschöpfe, und ein gutes Verhältnis zu seinem Hund, beruht auf gegenseitiger Zuneigung und Achtung.

Der erste Besuch des Welpen ist wichtig. Meistens dürfen die Welpen ab der 4. oder 6. Woche besucht werden. Das ist von Züchter zu Züchter unterschiedlich.
So erkennen Sie einen gesunden Welpen:

Die Nase sollte beim wachen Welpen kühl und feucht sein; keine Absonderung, kein Niesen. Der Atem des Welpen sollte angenehm riechen; die Zähne sollten gerade und weiß sein, das Zahnfleisch rosa. Achten Sie auf das Fell, es muss dicht und glänzend sein ohne kahle Stellen, Verkrustungen oder Parasiten. Der Körper eines Welpen ist wohl proportioniert und gut gewachsen, nicht dürr oder dick. Die Bewegungen sind natürlich und problemlos. Die Ohren sind innen rosa und sauber, ohne Verkrustungen oder Rötungen. Der Geruch sollte angenehm sein. Die Augen des Welpen sind klar und glänzend, die Unterlider hellrosa. Keine Rötungen, Tränen oder Eiter. Der Anus weist keine Schwellungen oder Rötungen auf, außerdem ist er sauber und trocken. Die Haut ist sauber und zeigt keine Schuppen, Wunden oder Flecken. Der Welpe sollte in der Lage sein, aufrecht zu stehen. Seine Bewegungen sind je nach Alter aktiv und fließend. Dies sind einige Hinweise für Sie. Bitte kaufen Sie Ihren Welpen nicht bei unseriösen Vermehrern oder gar in irgendwelchen Tierhandlungen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass diese Hunde nicht sehr alt werden und meist Krankheiten haben. Bitte schauen Sie auch unter Entwicklungsphasen, denn dort habe ich die Phasen genau beschrieben.
Ein guter Züchter wird Ihnen mitteilen, welcher der Welpen der richtig für Sie ist. Fragen, die von Ihnen kommen, sollte der Züchter ohne weiteres beantworten können. Lassen Sie sich die Ahnentafel der Elterntiere zeigen!

Anschließend erhalten Sie noch ein paar Tips zu den Welpen Stunden, die Sie mit Ihrem kleinen Liebling aufsuchen sollten.

Welpengruppe/Welpenspielstunde

  • Kleine Gruppen (8 – 10), wenn größer dann mit mindestens drei Trainern
  • Kompetente Hundetrainer
  • Zeit evtl. aufkommende Fragen im Anschluss zu erörtern
  • Keine Junghunde mit in der Gruppe, wobei ein guter Leiter mitteilen kann, ob ein Hund den nötigen Reifegrad besitzt oder nicht. Es kommt nicht auf das biologische Alter des Hundes an. Es kann durchaus sein, dass ein 16 Wochen alter Hund in der Welpengruppe fehl am Platz ist, ein sechs Monate alter hingegen noch einen weiteren Monat in der Gruppe bleiben könnte.
  • Verschiedene Rassen
  • Spielerisch erziehen
  • Kleine Ausflüge (Umweltreize kennen lernen)
  • Theorie
     
Welpen bei Amy.jpg1 schöne Schlafstellung
blaue Hündin auf roten Rüden Mama passt auf.jpg

Bitte informieren Sie sich ausführlich über die Welpenschule, die Sie besuchen möchten. Die Welpenschule ist der Grundstock für die spätere Entwicklung Ihres Hundes.

Folgende Punkte zeigen Ihnen auf, worauf Sie achten sollten, wenn Sie sich sogenannte Welpen-Spielstunden anschauen möchten:

  • Bitte meiden Sie Welpengruppen, in denen Hunde frei durcheinanderlaufen, ohne dass ein erfahrener Leiter das Ganze beobachtet und von Fall zu Fall einschreitet. Häufig sind dies noch dazu Gruppen, die sich durch ein Altersspektrum von sieben Wochen bis zu einem Jahr auszeichnen, auch 20 bis 30 Hunde sind dabei keine Seltenheit.
  • Finger weg von Welpengruppen, bei denen beim ersten Anzeichen einer aggressiven Kommunikation – Knurren, Zähnefletschen, Aufreiten, Kopf auf den Nacken des anderen Hundes legen etc. – sofort vom Übungsleiter eingeschritten wird, so nach dem Motto: „Wir dulden hier keine Aggression, wir wollen friedliche Hunde.“
  • Sollten Sie den Eindruck gewinnen, dass der Übungsleiter oder das ganze Team, mit der Betreuung der Welpen überfordert ist, dann suchen Sie sich eine andere Welpengruppe.
  • Lassen Sie die Finger weg wenn der Leiter Ihnen keine kompetenten Auskünfte geben kann, nur banale Sätze von sich gibt, auf intensives Fragen hin nichts erklären kann und sich immer nur in stereotype Antworten flüchtet wie: „Das ist eben so, „ Wir machen das immer so, „Da muss ihr Welpe jetzt durch, „Trösten bringt nichts“ usw. Anweisungen, die Sie erhalten müssen ruhig und vor allem kompetent erläutert werden. Es ist wichtig, dass der Leiter einer Gruppe den Hund richtig einschätzt, denn sonst kann er nicht erkennen ob ein Welpe mit der Situation überfordert ist, ob er übermüdet ist oder gar im Begriff steht ein Fehlverhalten zu erlernen…..usw.
  • Auch sollten Sie auf gar keinen Fall in eine Welpengruppe gehen, wo ihnen das Kommunizieren mit ihrem Hund nicht erlaubt wird. - Weil er ja lernen muss, ganz alleine mit den anderen Welpen klarzukommen. – In solchen Gruppen werden sie schlimmstenfalls sogar angewiesen, sich außerhalb des eingezäunten Geländes aufzuhalten und lediglich zuzuschauen.
  • Leider gibt es auch Welpengruppen, in denen die Welpen gar nicht spielen dürfen, sondern als Frühförderungskurse in Sachen Unterordnung angeboten werden……..nein……..dazu. Leider wird auf vielen Hundeplätzen immer noch so gearbeitet, dass eine ganze Gruppe von Hunden (mit Besitzer) immer schön im Kreis läuft (oder Quadrat, Winkel usw.) gemeinsam „sitz“, „platz“….hier übt. Dies soll dann auch schon schön brav mit den Welpen gemacht werden. Eine Stunde lang diese Übungen und Sie und ihr Welpe sind genervt.
  • Finger weg von Welpengruppen, in denen bestimmte Rassen erst gar nicht zugelassen werden. Hinter diesem Rassismus steht oft ein genereller Unverstand in Sachen Hund, der sich dadurch recht negativ auf die Leitung einer solchen Gruppe auswirken kann.
  •  

Buddy Ares im Vorsitz
toben ist angesagt.jpg Jack im Platz

Sollten Sie die Wahl haben, dann bevorzugen Sie gemischtrassige Gruppen vor den Angeboten von Zuchtverbänden, die Welpenspielgruppen nur für Angehörige einer Rasse oder einer Rassegruppe anbieten. Die Arbeit da kann qualitativ sehr hochwertig sein – aber ihr Welpe lernt eben nur ein sehr eingeschränktes Rassespektrum kennen. Sollte es jedoch keine andere Möglichkeit geben, dann gehen Sie lieber in diese Welpengruppe, denn ganz verzichten würde ich darauf nicht.
Gleiches gilt auch für die Wahl zwischen einer Gruppe, in der die Welpen nur spielen und einer, in der all das von mir in den Punkten 1 – 7 beschriebene steht. Gibt es für Sie nur die Möglichkeit für eine reine Spielgruppe und wird sie gut geführt, nehmen Sie daran teil, denn so ermöglichen Sie ihrem Hund zumindest die wichtigen Lernerfahrungen mit anderen Hunden.
Die erste Spielstunde sollten Sie mit Ihrem Welpen so früh wie möglich besuchen, aber erst wenn sich ihr Welpe bei Ihnen eingelebt hat, Sie als seinen Partner kennt und schon weiß, wie er heißt. Dazu sollten Sie sich schon einige Tage Zeit nehmen und sich intensiv mit ihrem neuen Familienmitglied beschäftigen. Ihr Welpe benötigt das Gefühl der Geborgenheit, Wärme, Nähe. Ob ihr Welpe schon einwenig an sie gebunden ist bemerken Sie dadurch, ob er ihnen bei einem Spaziergang draußen hinterherläuft, ob er Kontakt in der Wohnung zu ihnen sucht, ob er deutliche Freude zeigt, wenn sie kurz weg waren, ob er schon zu Ihnen schaut, wenn Sie ihn mit seinem Namen ansprechen. Sollten Sie soweit mit Ihrem Welpen sein, dann können Sie eine Welpenspielgruppe mit ihm besuchen, denn er weiß dann zu wem er gehört und kann sich zur Not zu Ihnen flüchten.
Wichtig ist auch, dass ihr Welpe die erste Komplettimpfung schon hat, zu seinem Schutz und zum Schutz der anderen Welpen, die er in der Gruppe trifft.

 

[Home] [Meine Hunde] [Welpen werden geboren] [Entwicklungsphase] [Welpenkauf] [Aggression] [Hund ja oder nein] [Krankheiten] [Therapieformen] [Dingos] [Nachdenkliches] [Hundeschule] [Link] [Impressum] [Gästebuch] [Zuhause gesucht]