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Tellington Touch (Linda Tellington - Jones)
Linda Tellington – Jones lebt in Santa Fe in Neu Mexiko und auf Hawai. Sie ist als Kind mit ihren Geschwistern auf einer typischen Farm in Kanada aufgewachsen. Zu dieser Farm gehörten Pferde, Rinder, Schweine, Hühner, Enten, Hasen, Katzen und Hunde. Diese Tiere waren ihre Kameraden und Spielgefährten. Sie lernte sie als individuelle Lebewesen kennen und schätzen. Da sie im Laufe ihres Lebens immer mit Tieren zusammen war, lernte sie ihre eigene Art der Kommunikation mit den Tieren. Sie machte sich unter anderem auch die wissenschaftlichen Erkenntnisse und ihre eigenen zunutze und merkte, dass durch die verschiedenen Berührungen TTouches eine tiefe Verbindung zwischen Mensch und Tier aufgebaut werden kann. Die TTouches können ängstlichen Tieren, verhaltensgestörten Tieren, aggressiven Tieren helfen. Gezielt werden Körperzellen und Nervenbahnen durch TTouches aktiviert.
Mittlerweile machen sich Tierärzte, Tierpsychologen, Heilpraktiker, Tierpfleger und Tierfreunde das Wissen von Linda Tellington – Jones zunutze und diese Form der Kommunikation findet immer mehr Anklang.
Ich selber wende TTouches gerne an und bemerke, dass sie, regelmässig angewandt meinen Hunden gut tut. Shira hatte große Berührungsängste an Ohren, Beinen und vor allem an den Pfoten und Ballen. Mein Rüde Speyk genoss es einfach nur, wenn ich bei ihm den Liegenden Leopard TTouch angewendet habe. Auch junge Hunde, mit denen ich arbeite, werden während des TTouches ruhiger und man kann anschließend ein paar Übungen mit ihnen machen.
Bei den TTouches handelt es sich nicht um eine Massage. Es geht um kreisende Bewegungen mit der ganzen Hand, Fingerspitzen, Finger usw. Die kreisenden Bewegungen müssen nicht perfekt sein wie bei einer Massage und die Anatomie des Tieres muss man nicht unbedingt kennen. Man braucht auch nicht alle TTouches zu kennen oder anzuwenden. Am besten ist es, wenn man sich die TTouches herausfiltert, die dem Menschen wie auch dem Hund gefallen. Ich habe z. B. die TTouches bei meinen Kindern und meinem Mann angewandt und meine Kinder teilten mir anfangs mit ob ich zu hart oder zu weich drücke, ob ihnen der TTouch gefällt oder besser der andere.
Wichtig bei der Anwendung von TTouches ist, dass man sich selber gut fühlt, die Finger locker und entspannt hält und die Haut mit geringem Druck bewegt. Der TTouch besteht aus einer ganzen plus einer viertel Kreisbewegung. Wenn die Kreisbewegung beendet ist, gleitet man auf dem Körper ein Stück weiter und beginnt dort mit dem nächsten TTouch. Auf dieser Weise gleitet man linienförmig über den Körper. 
Wolken Leopard TTouch
Die Hand wird leicht gewölbt auf das Fell des Hundes gelegt, dann bewegt man sie mit nah beieinander liegenden Fingern in einem 1-1/4 –Kreis über die Haut des Hundes. Es haben nur die Fingerspitzen Kontakt zur Haut und zum Fell. Der Daumen liegt mit auf dem Fell und hält Verbindung zu den restlichen Fingern. Wichtig ist, dass man das Handgelenk so gerade wie möglich hält und so bequem, dass Finger, Hand, Arm und Schultern weich und entspannt sind. Die, in meinem Fall linke Hand lege ich zur Unterstützung mit auf den Hundekörper.
Ich beginne diesen TTouch in der Mitte des Kopfes und folge einer geraden Linie bis zum Schwanz. Dann gleite ich über den Hals, die Schultern und die Flanke bis zum Ende des Rückens. Indem ich weitere Linien ziehe, möglichst parallel zueinander arbeite ich mich über den gesamten Körper des Hundes fort. Für jeden 1-1/4-Kreis benötige ich ca. 2 Sek.

Der Liegende Leopard TTouch
Die Hand wird flach auf das Fell gelegt und mit den Fingern und dem Handballen in einem 1-1/4-Kreis gedreht. Der Daumen bleibt wieder als Verbindung zwischen den Fingern mit auf dem Fell liegen. Bei diesem TTouch werden nicht die ganzen Finger genommen. Dieser TTouch wird über die Fingerspitzen bis etwa zur Mitte der Finger und dem äußeren Handballen ausgeführt. Auch bei diesem TTouch benötige ich für einen 1-1/4-Kreis ca. 2 Sekunden, ich führe in langsam und sachte aus. Der beendete Kreis wird direkt mit einem nächsten verbunden. Auch bei diesem TTouch fange ich in der Mitte des Kopfes an der Stirn an. Diesen TTouch nehme ich auch um an den Lefzen, unters Maul, sowie am Hals des Hundes lang zu kreisen.
Frau Linda Tellington-Jones wendet ihn z. B. auch bei ängstlichen Hunden an. Es gibt auch Hunde die sich nicht so gerne anfassen lassen. Durch diesen TTouch der wirklich sanft ausgeführt werden sollte, baut man Vertrauen zu den Tieren auf und gibt ihnen ein gewisses Vertrauen zu ihrem Körper.
Merke ich bei manchen Hunden, dass sie ziemlich verspannt sind an ihren Schultern, dann arbeite ich gerne mit diesem TTouch, da sich durch die Wärme meiner Hände die Muskeln entspannen und die Hunde nicht mehr ganz so gehemmt laufen. 

Der Python TTouch
Diesen TTouch wende ich zusätzlich zu den beiden vorher erwähnten TTouches an. Ich nehme ihn gerne für die Beine. Man kann ihn allerdings auch an den Schultern und am Rumpf ausführen. Der TTouch eignet sich (lt. Linda Tellington-Jones) für scheue und unsichere Hunde.
Der TTouch wird mit der ganzen Hand ausgeführt. Die Hand wird flach auf das Fell gelegt und die Haut sanft nach oben geschoben. Während die Haut nach oben geschoben wird, atme ich ein. Die Haut wird ein paar Sekunden so gehalten, während ich sie dann langsam wieder herunterlasse atme ich aus. Das Herunterlassen der Haut sollte doppelt so lange dauern wie das hochschieben. Wenn ich an den Beinen arbeite, dann wandere ich jeweils immer eine handbreite nach unten bis ich an den Pfoten angekommen bin. Am Rumpf werden die TTouches in gleichmäßigen Abständen nebeneinander in parallelen Linien über den ganzen Körper gearbeitet.

Der Muschel TTouch
Mit diesem TTouch arbeite ich, wenn ich merke, dass ein Hund sehr sensibel ist. (Linda Tellington-Jones wendet ihn auch bei kranken und verletzten Hunden an) Hier wird wieder mit der flach aufliegenden Hand gearbeitet. Die Hand wird flach auf dem Körper gelegt. Der ganze Handteller bewegt die Haut im üblichen 1-1/4-Kreis herum. Auch hier sollte nicht viel Druck angewendet werden.

Der Lama TTouch
Da ich festgestellt habe, dass einige Hunde ängstlich auf meine Handteller reagieren, bin ich dazu übergegangen mit dem Handrücken eine Verbindung zu den Hunden aufzubauen.
Bei diesem TTouch arbeitet man mit dem Rücken der Fingermitte. Auch hier wird wieder ein 1-1/4-Kreis ausgeführt. Der Druck kommt bei diesem TTouch je nach Handhaltung aus den Knöcheln oder dem ganzen Handrücken. Ich wende diesen TTouch anfangs ganz sanft an und wenn sich ein „gewisses“ Vertrauensverhältnis aufgebaut hat dann wende ich ein wenig Druck an. Bei diesem TTouch rede ich ruhig auf das Tier ein und versuche einfach nur über diesen TTouch dem Hund einwenig von seiner Anspannung zu nehmen.

Der Waschbär TTouch
Diesen TTouch wende ich an der Rute der Hunde an (meine drei finden ihn gut!).
Ich beuge meine Fingerspitzen in einem Winkel von ca. 90 Grad und bewege sie auf der Haut in kleinen 1-1/4-Kreisen herum. Bei diesem TTouch wende ich ganz minimalen Druck an. Auch hier hält der Daumen wieder Verbindung zu den anderen Fingern. Dieser TTouch hilft z. B. bei Hunden die HD-Probleme aufweisen. Für kurze Zeit lindert er etwas die Schmerzen (ist leider aber noch keine Heilmethode). Allerdings nach der OP meiner Hündin habe ich ihr sehr gut mit diesem TTouch helfen können. Ich brauchte ihr nur einmal ein Schmerzmittel zu geben. Danach habe ich diesen TTouch angewandt und es ging ihr gut damit. Er half bei Bonny, Shira, Sara,Paula usw.)

Der Tarantel TTouch
Linda Tellington-Jones wendet ihn an bei: Angst, Hunde die nervös auf Berührungen reagieren oder Hunden die kein gutes Körpergefühl haben.Dieser TTouch bewirkt unter anderem aber auch, dass man ein besseres Vertrauensverhältnis aufbaut. Einer meiner Söhne mochte diesen TTouch ganz besonders. Er hatte früher Alpträume. Nachdem ich ihn jeden Abend mit dem Tarantel TTouch „behandelt“ habe, schlief er ruhig durch.
Dieser TTouch ist schwierig zu beschreiben, aber ich versuche es trotzdem:
Bei diesem TTouch werden beide Hände nebeneinander gelegt. Die Fingerspitzen zeigen nach vorne in die Bewegungsrichtung, die Daumen sind zur Seite gerichtet und berühren sich leicht. Nun wird mit beiden Zeigefingern gleichzeitig ein Schritt von ca. 3 cm nach vorne gemacht, dabei wird der Daumen wie ein Pflug hinterher gezogen. Die Haut, die sich vor dem Daumen befindet, wird dabei sanft gerollt. Als nächstes werden die Mittelfinger gemeinsam einen Schritt vorgeführt. Zeigefinger und Mittelfinger wechseln sich bei jedem Schritt ab. Die Daumen werden dabei immer hinterhergezogen und es entsteht dadurch eine fließende Bewegung. Ich arbeite dabei gerne einmal gegen die Fellrichtung , dabei ziehe ich eine sichtbare Spur durch das Fell meiner Hunde. Sandro mag diesen TTouch gerne gegen die Fellrichtung, Attila hingegen mag es lieber mit der Fellrichtung. Also bei diesem TTouch auf die Reaktion des Hundes achten.
Als Tipp kann ich nur empfehlen Spinnen bei der Fortbewegung zu beobachten, vielleicht hilft das weiter. Ich habe diesen TTouch bei mir ausprobiert bevor ich ihn an meinem Mann, meinen Kindern und anschließend an meinen Hunden angewendet habe…….lächel.

Der Maul TTouch
Es gibt Hunde die auf Ausstellung vorgeführt werden, sich aber nicht gerne ins Maul schauen lassen. Der Maul TTouch bereitet sie sehr gut darauf vor. Auch hierbei sei erwähnt, dass dieser TTouch regelmäßig angewendet werden muss. Die Arbeit mit diesem TTouch fördert auch die Gesundheit des Zahnfleisches.
Ich nehme für den Maul TTouch den Liegenden Leopard TTouch. Ich beginne am Maulwinkel und arbeite mich sachte in Richtung Nase vor. Die linke Hand unterstützt den Kopf des Hundes. Anschliessend gleite ich sanft unter die Lippe und streiche auf dem Zahnfleisch entlang. Die Lefze des Hundes wird dabei leicht mit dem Daumen nach oben geschoben.
Um einen Hund von vorneherein daran zu gewöhnen, dass er sich ins Maul schauen lässt (z. B. beim Tierarzt, Ausstellung usw.) empfehle ich, dem Hund schon als Welpe die Zähne zu putzen oder leicht mit dem Finger das Zahnfleisch zu massieren. Hilft auch beim Zahnwechsel des Hundes.

Der Ohren TTouch
Da man über die Ohren sehr effektiv auf den Körper und die Organe einwirken kann (z. B. bekannt durch Akupunktur), ist dieser TTouch auch für den Hund gut anzuwenden.
Mit einer Hand wird der Kopf des Hundes stabilisiert. Das gegenüberliegende Ohr wird mit dem Daumen und den Fingern der anderen Hand umfasst. Der Daumen liegt oberhalb. Es wird sanft mit dem Daumen von der Mitte des Kopfes über den Ohrenansatz bis zur Ohrspitze geglitten. So wird das gesamte Ohr behandelt. Bei einem Hund mit Schlappohren wird das Ohr mit den Fingern unterstützt und zur Seite gestreichelt. Hat ein Hund Stehohren werden die Ohren in die Richtung abgestrichen wie sie wachsen.

Noahs Marsch
Zum Schluss möchte ich noch auf diesen TTouch aufmerksam machen. Diesen TTouch nehme ich zu Beginn und zum Ende eines TTouch. Die Hand wird flach und weich auf den Körper des Hundes gelegt. Zu Beginn der Anwendungen mache ich einige ruhige Noahs Marsch und baue so den Kontakt auf. Ich streiche mit lockeren Fingern über den gesamten Körper des Hundes. Ist der Hund entspannt beginne ich mit den TTouch. Wenn ich fertig bin dann, streiche ich den gesamten Körper des Hundes mit dem Noahs Marsch aus. Soll der Hund anschliessend ein wenig schlafen wende ich leichten Druck dabei an, soll er fit werden dann nehme ich ein wenig mehr Druck.

Dies sind einige TTouch die ich anwende. Es gibt von Linda Tellington-Jones noch einige mehr, die sie auch in ihrem Buch vorstellt. Frau Tellington – Jones hat auch ein Video über ihre Anwendungen und ihr Training mit den Hunden gedreht. 

 

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