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Speyk

Speyk ist am 26.07.06 eingeschläfert worden. Er hatte Darmkrebs im Endstadium. Ich möchte mich mit diesem Schreiben bei ihm bedanken.

Ich habe Speyk im Juli 1999 vom Tierschutzverein Köln-Porz geholt. Er war acht Wochen alt. Ich weiß noch, dass ich zu Frau Tillmann sagte, ich möchte auf keinen Fall einen Schäfer-Rottweiler-Mix haben. Ich hatte zu der damaligen Zeit recht schlechte Erfahrungen mit Rottweilern gemacht und konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen mir einen Mix zu holen.Dann ging ich zu der Pflegestelle und sah diesen süßen Welpen, der von der Tochter in einem Kinderwagen durch die Gegend gefahren wurde. Speyk saß ganz ruhig im Kinderwagen. Die Labrador-Mix-Welpen liefen wild umher.Mein Blick und mein Herz waren nur bei Speyk. Nun galt es noch meinen Mann davon zu überzeugen, dass ich mir einen Rottweiler-Mix anschaffen wollte. Also habe ich ihn kurzerhand mit zu der Pflegestelle genommen. Speyk wurde gebracht und hatte nichts besseres zu tun, als sich zu meinen Mann auf die Schuhe zu legen und die Schuhriemen anzukauen. Mein Mann war direkt hin und weg von ihm. Ich habe allerdings auch ein wenig gemogelt. Mein Mann kannte sich überhaupt nicht mit Hunden aus und fragte mich, wie hoch wird der Kleine denn? Ich antwortete damals: Etwa kniehoch! Welche Knie musste er ja nicht unbedingt wissen……oder?
Am 30.07.1999 holte ich Speyk dann endlich ab. Er saß vorne bei meiner Freundin auf dem Schoß und verhielt sich absolut ruhig. Die ersten schwierigen Wochen kamen. Speyk war wie jeder Welpe recht lebendig und kaute alles an. Unter anderem natürlich auch unser neues Ehebett. Ich war nicht besonders erfreut, aber ich war es selber schuld. Ich habe nicht aufgepasst. Aber danach habe ich „besonders“ gut auf ihn geachtet. Mein Sohn war damals 4 Jahre alt und ich dachte mir, nun muss ich halt „Zwillinge“ erziehen…….smile.
Die Zeit mit Speyk sollte noch schwieriger werden, denn im Jahr 2000 häuften sich die Beißunfälle und es war die Rede von einer Hundeverordnung. Nun kam für mich eine Frage auf, reichte es wenn ich meinen Hund so erziehe, wie ich alle meine vorigen Hunde erzogen habe? Nein! Ich musste, wollte aus ihm einen Begleithund machen. Also besuchten wir beide einen Hundeverein. Ich hatte nicht viel Spaß, mein Speyk hatte nicht viel Spaß. Sitz, Platz, Bleib und Slalom um Hunde und Menschen laufen, dazu immer wieder Normalschritt, Langsamschritt und Schnellschritt usw.
Nette Hundemenschen, die mir erklärten, dass ich keine Ahnung habe, wie man einen solchen Hund „richtig“ führt, haben mich damals ziemlich mürbe gemacht.Mein Speyk hat es zu spüren bekommen. Ich wurde ehrgeizig und wollte es den Herren des Hundevereins beweisen. Leider habe ich nicht daran gedacht, wie es meinem Hund dabei geht. Wir haben die BH geschafft! Was war ich glücklich.Auf einmal durfte ich auch andere Hunde trainieren. Nur weil ich die BH geschafft habe? Mir genügte das nicht. Ich fing an mich und meinen Hund zu beobachten.
Speyk leerte mich Ruhe zu bewahren, mit ihm bin ich in Kindergärten und Schulen gewesen. Speyk liebte alle Menschen. Freunde von meinen Jungens wurden immer freundlich empfangen. Es waren manchmal bis zu 10 Kindern bei uns auf dem Grundstück, ihm machte das nichts aus. Fußball spielen fand er toll, den Ball musste man allerdings anschließend wegwerfen.
Dann kamen die ersten Besucher-Hunde. Sie wurden von ihm immer freundlich empfangen. Er hat alle Hunde, die ich im Laufe der Jahre hatte und das waren etliche immer liebevoll und ruhig angeleitet. Speyk war von Welpe an immer sehr empfindlich was das Essen betraf. Ich habe bestimmt zweimal die Woche für ihn Diätnahrung gekocht. Ich habe es gerne gemacht. Wir beide hatten eine tolle Zeit zusammen und ich habe durch ihn viel gelernt. Mit dieser Seite möchte ich Speyk in Erinnerung behalten. Er war bis zuletzt sehr tapfer und hat niemandem die starken Schmerzen gezeigt, die er hatte. Nur ich konnte ihm anmerken wie schlecht es ihm wirklich ging.

 

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