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Shira

Shira kam im September 2003 zu mir. Ich holte sie aus Berlin am 24.09.2003 ab. Für mich war das kein Problem, denn ich freute mich schon auf die kleine Hündin, die ich nur von Bildern aus dem Netz kannte. Bevor ich zu meinem Rüden eine Hündin holte, habe ich mich genau informiert. Ich wollte keinen Rassehund vom Züchter, ich wollte einen Hund aus dem Tierheim, Tierschutzverein oder einer Hundehilfe. Shira kam aus Spanien und war zu dem Zeitpunkt in Berlin bei einer Pflegefamilie.Shira war als kastrierte Hündin, gesund und ca. 9 Monate alt ausgeschrieben.Als ich Shira sah war es sofort „Liebe auf dem ersten Blick“. Sie war rabenschwarz, ca. 45 cm hoch ein klein wenig übergewichtig, aber total lieb. Abends zu Hause angekommen stellten sich schon nach den ersten Minuten der Begrüßung zwischen Shira und Speyk (meinem Rüden), die ersten Probleme heraus. Speyk liebte Shira sofort……..aber ganz anders als ich erwartet habe. Shira war in der Hitze!!! Ich stellte mir die Frage: „Wie kommt es, dass eine kastrierte Hündin in die Hitze kommt?“ Diese Frage ist natürlich auch berechtigt gewesen, denn Shira war ja nun mal in Spanien schon kastriert worden………..oder nicht??
Ein Besuch bei meinem TA bestätigte meine Befürchtung. Shira war läufig und eine Kastration wurde Anfang Oktober gemacht. Nach der Kastration stellten sich die nächsten Probleme heraus. Shira machte ihre Geschäfte im ganzen Haus, in unserem Garten, auf der Terrasse, sie attackierte Fahrradfahrer, Fußgänger mit Hut und Stock, Inlinefahrer, andere Hündinnen. Ich habe mit ihr viel geübt, sie nach und nach mit allem vertraut gemacht, sie körperlich und geistig ausgelastet und natürlich hat auch mein ruhiger und souveräner Rüde viel dazu beigetragen, das Shira alle Situationen mit Bravour gemeistert hat. Als endlich bei uns Ruhe eingekehrt ist und die kleine Hündin sich absolut heimisch fühlte und wir alle ein super Team bildeten, kam das nächste Problem. Shira fing Ende Januar wieder an besonders gut zu riechen. Speyk leckte und war ganz verrückt nach ihr. Ich besuchte dann mit ihr meinen damaligen TA und dieser erzählte was von einem „Herpes“, oder Speyk ist schuld an der Entzündung , es wurden verschiedene Untersuchungen gemacht, Speyk wurde auch untersucht und mir wurde nahe gelegt ihn kastrieren zu lassen, dann würden die Probleme mit Shira aufhören………..Ich wurde sehr hellhörig und wechselte umgehend den TA. Mittlerweile waren die Zitzen wie auch die Vulva dick angeschwollen. Der TA bestätigte meine Ansicht, dass meine Shira schon wieder läufig war. Ihr wurde Blut abgenommen um eine Bestätigung der Diagnose zu erhalten. Die Werte entsprachen einer Läufigkeit. Sie wurde paar Tage später nochmals kastriert. Arme Shira, es fing alles wieder von vorne an.

Aber auch diese Probleme bekamen wir schnell wieder in den Griff. Mitte April des Jahres 2004 kamen die ersten großen Hautwunden. Sie verteilten sich auf den Brustkorb, Hals, an den Ohren, an den Augen und an den Pfoten. Bei Shira traten sie wie eine Brillenbildung rund um die Augen auf. Shira war oft müde und apathisch, sie hatte großen Appetit nahm dabei aber rapide ab. Was folgte waren wieder verschiedene Untersuchungen beim TA. Für Shira waren die Gänge zum TA nervenaufreibend und stressig. Sie bellte nur noch und knurrte alles an was sich in der Praxis aufhielt. Ich unterhielt mich mit dem TA und teilte ihm meinen Verdacht auf „Leishmaniose“ mit. Der TA konnte meine Bedenken nicht ganz teilen, nahm ihr aber dann doch Blut ab und schickte es ins Labor. Nach drei Tagen erfuhr ich, dass meine Hündin „Leishmaniose“ hat. Leider hatte Shira keine Kraft mehr sich mit dieser Krankheit auseinander zu setzen. Ihre Nierenwerte waren schlecht, sie hatte hohes Fieber, nach 10 Minuten laufen legte sie sich hin und stand nicht mehr auf. Mein TA war leider nicht in der Lage mir weiter zu helfen und zu dem damaligen Zeitpunkt blieb mir nur eine Entscheidung. Als ich mit ihr den letzten gemeinsamen Weg ging, hatte ich den Eindruck, dass dieser Schritt für sie eine Erlösung war.

Für mich war und ist es bis heute noch keine Erlösung. Ich bin traurig, denn ich merke, dass wir alle noch nicht genug über diese Form der Erkrankung wissen. Selbst viele TA können uns keinen Tipp geben, wie man in solchen Situationen verfährt. Natürlich gibt es Medikament die diese Krankheit eindämmen, es ist auch nicht auszuschließen, dass man bei ganz jungen Hunden mit Medikamenten und zusätzlicher Chemotherapie sogar eine Heilung hervorrufen kann. Nun kommt aber noch hinzu, dass es verschiedene Formen der Leishmaniose gibt und je nachdem aus welchen Gebieten die betreffenden Hunde kommen, die Leishmaniose auch unterschiedlich auftritt. Ich hätte meiner Hündin evtl. noch helfen können, wenn ich mehr über diese Krankheit gewusst hätte. Shira war zwar nur knapp 8 Monate bei uns, aber wir werden sie nicht vergessen. Keine Minute lang habe ich bereut sie geholt zu haben. Sie hat soviel gegeben und so wenig genommen. Meiner Hündin Shira möchte ich für alles danken was sie für uns getan hat………..Shira wir werden dich nie vergessen.

 

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