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Diese Seite eröffne ich mit einer Info zur Leishmaniose.
Leishmaniose

Leider habe ich mich erst nach dem Einschläfern meiner Hündin näher mit dem Thema auseinandergesetzt. Meinen Fehler, den ich gemacht habe möchte ich Euch ersparen. Ich möchte euch ein paar Anhaltspunkte zu dieser Krankheit geben und auch darauf aufmerksam machen, dass man Leishmaniose behandeln kann. Es gibt verschiedene Theapie-Möglichkeiten.
Als erstes einmal zur kurzen Information. Leishmaniose wird von einer „infizierten“ Sandmücke übertragen. Das bedeutet, die Sandmücke hat sich selber infiziert, entweder durch das aufgenommene Blut eines Menschen, Hundes oder Ratte.
Hier ein paar Symptome, die auf eine evtl. Leishmaniose hinweisen:
Durchfall, Lahmheit, sowie allgemeine Trägheit, Appetitlosigkeit begleitet von schleichendem Gewichtsverlust. „Ausfransen“ und mehrfaches Einreißen der Ohrränder, begleitet wird dieses Einreißen häufig mit Schuppenbildung, es entsteht erst an den Ohren und breitet sich dann am Kopf und schließlich am gesamten Körper aus.
Offene kleine Hautwunden, zu finden an der Innenseite der Ohren, oder am Kopf, evtl. an den Pfoten oder an den Beinen. (Hierzu sei erwähnt, dass verschiedene Symptome auftreten, es kommt ganz darauf an aus welchen Bereich ihr Hund kommt. Hunde aus Griechenland z. B. können ganz andere Symptome haben als Hunde aus Spanien oder Italien), völlig unverkrustete Läsionen an der Nase haben z. B. spanische Hunde, auch ist bei Hunden aus Spanien und Italien eine sog. Brillenbildung, ein Haarausfall um die Augen herum signifikant. Oft sind einige oder mehrere Lymphknoten angeschwollen. Augenläsionen hingegen variieren sehr stark. Es kann zu folgenden Entzündungen kommen:
Entzündung der Augenlider im Zusammenhang mit Hautläsionen im Gesicht, Entzündung der Hornhaut und Bindehaut in beiden Augen gleichzeitig, bei einigen Hunden kann es auch zu Entzündung der inneren Augenstrukturen, Iris, in beiden Augen gleichzeitig kommen.
Einige Hunde leiden auch unter Nasenbluten (evtl. hervorgerufen durch eine Entzündung der Nasenschleimhaut) Das Blutbild der Hunde zeigt eine Anämie auf, auch Nierenversagen ist häufig bei Leishmaniose anzutreffen.
Weltweit unterscheidet man drei Leishmanioseformen:

° die Hautleishmaniose

° die innere Leishmaniose

° die Schleimhautleishmaniose

Es gibt verschiedene Therapie-Möglichkeiten,
z. b. wurde ein sechs Monate alter Hund aus Griechenland mit Glucantime und Fungoral gegen Leishmaniose therapiert. Die Therapie zeigte nach drei Jahren an, dass der Hund keinerlei klinische Symptome mehr hatte.
Eine weitere Studie ergab, dass bei Hunden die aus Griechenland kamen gute Erfolge mit
Allopurinol und Levamisole erzielt wurde.
Das Problem ist, dass es noch nicht „die Therapie“ gegen Leishmaniose gibt. Es kann sein, dass eine Therapie heute bei einem Hund funktioniert, aber bei einem anderen Hund aus einer anderen Region evtl. nicht.
Ein weiteres Problem sehe ich darin, dass viele Tierärzte sich nicht mit dieser Krankheit auskennen. Es werden schnelle Laborteste gemacht. Oft ist der Befund verfälscht. Es kann ohne weiteres sein, dass der Hund auch mit Babesiose, Ehrlichiose und Leishmaniose Erregern zu tun hat, dadurch kann bei sogenannten schnellen Tests eine Verfälschung der Werte auftreten. Es gibt in Bonn ein Institut das bei unklaren Fällen folgende Untersuchungen vornimmt:
Der LAK wird erneut und doppelt bestimmt. Eine Probe (Blutserum) geht an ein Veterinärmed. Diagnostiklabor, die andere in die Humanmedizin.Ist eine der beiden (LAK) Proben positiv, wird das Knochenmark (alternativ Lymphknoten) punktiert. Auch hier wird mit zwei Proben, somit doppelt diagnostiziert. Von der einen Hälfte werden mikroskopische Direktpräparate angefertigt, die andere Hälfte wird benutzt, um ggf. Leishmanien in einem Spezialmedium anzuzüchten.
Sind Leishmanien in dem Spezialmedium zu erkennen, so wird diese Kultur in ein universitäres Speziallabor nach Berlin versendet. Dort wird dann versucht, den Leishmania-Stamm zu identifizieren. Ist dies gelungen, so lässt sich eine Leishmaniose -Therapie auf genau diesen „speziellen Fall“ zuschneidern.
Ihr könnt also schon aus meinen wirklich „kurzen“ Ausführungen ersehen, dass die Tests bei unseren Tierärzten uns nicht viel weiterhelfen. Leider befassen sich viele Tierärzte auch nicht mit diesem Thema. Sie betrachten diese Krankheit als reisemedizinisches Problem. Jedoch wird dabei vergessen, dass Leishmaniose auch im europäischen Mittelmeerraum vorkommt und dass auch Sandmücken in „Deutschland“ gefangen wurden.

Solltet ihr euch mehr mit diesem Thema auseinandersetzen wollen dann geht zu folgenden Seiten:

www.leishmaniose.de - von Dr. rer. nat. Torsten J. Naucke

www.parasitosen.com - Verein Parasitus Ex e.V.

Dort erfahrt ihr noch viel mehr und könnt euch , sollte einer eurer Hunde betroffen sein, mit
Herrn Torsten Naucke in Verbindung setzen.
Ganz „wichtig“ ist, dass ihr euch nicht von einem „niedrigen“ oder evtl. „hohen“ Titer – Wert verunsichern lassen solltet.
Bei der Anschaffung von Hunden aus Griechenland, Spanien, Italien usw. besteht darauf, dass ihr die genauen Werte der Hunde erhaltet. Nehmt die Krankheit nicht auf die leichte Schulter, aber lasst euren Hund nicht bei dem kleinsten Verdacht auf „Leishmaniose“ einschläfern.
Tierschutzorganisationen sollten Hunde mit „Leishmaniose-Verdacht“ nicht nach Deutschland einführen………..!!!! Rausgefunden wurde, dass es Organisationen gibt, die wissentlich infizierte Hunde nach Deutschland vermitteln. Da wird man sich irgend wann mal die Frage stellen müssen ob das noch zu rechtfertigen ist. Denn, wie schon erwähnt gibt es in Deutschland auch Sandmücken, diese können sich an einen infizierten Hund anstecken und somit diese Krankheit weitergeben.
Am 12.11.2004 erhielt ich folgende Mail, die ich euch nicht vorenthalten möchte:
Berlin (aho) – Die bereits veröffentlichten vorläufigen positiven Resultate einer veterinärklinischen Studie über den Schutz von Hunden vor Leishmaniose durch einen
DNA-Impfstoff, der vom Biotechnologieunternehmen MOLOGEN entwickelt wurde, haben sich nach Abschluss der Studie Ende September 2004 bestätigt. Verhandlungen mit großen Pharmaunternehmen zur Auslizenzierung eines Leishmaniose-Impfstoffes für Hunde befinden sich in fortgeschrittenem Stadium, teilt das Unternehmen der Presse mit.
Den Schwerpunkt der Entwicklungsarbeit von MOLOGEN bilden die vom Unternehmen patentierten MIDGE- und dSLIM –Technologien. Darauf basierend entwickelt MOLOGEN DNA-basierte Impfstoffe und Therapeutika zur Vorbeugung und Behandlung eines weiten Spektrums schwerer Krankheiten, die bisher nicht oder nur unzureichend behandelbar waren.

     

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