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Infektionskrankheiten

Hunde können sich einige diverse Erkranken zuziehen, die von Tier zu Tier übertragen werden und sich rasend schnell ausbreiten.
Natürlich sind nicht alle Tiere betroffen und viele Hundhalter kennen diese Krankheiten nur dem Namen nach, aber in manchen Teilen der Welt stellen diese Krankheiten eine reale Gefahr dar. Bitte vernachlässigen Sie nicht die regelmäßigen Impfungen!!! Wobei ich bei den Impfungen von Hunden und Katzen noch auf folgende Seite aufmerksam machen möchte:
www.haustierimpfung.de. Dort erschien im April 2006 ein Artikel über die „Deutsche Tollwutimpfung“.

Es wird darauf aufmerksam gemacht, dass es nun auch in Deutschland erlaubt ist, seine Haustiere (Hunde für drei Jahre ), (Katzen für vier Jahre) für drei bzw. vier Jahre gegen Tollwut impfen zu lassen.
Nachfolgend nun einige bekannte Infektionskrankheiten

Staupe
Ist eine oft tödlich endende Infektionskrankheit, die meist Hunde im ersten Lebensjahr befällt. Sie wird durch Tröpfchen übertragen. Achten Sie darauf:
Fieberschübe, Durchfall, Erbrechen, Atembeschwerden, Augenentzündung
Im weiteren Verlauf:
Hautpusteln, Ohrenentzündungen, schwankender Gang, Krampfanfälle, Schläfrigkeit, starke Verhornung am Nasenspiegel und an den Pfoten
Das Staupevirus ist hoch ansteckend. Es befällt fast alle Organe und kann bei ungünstigem Verlauf zu schweren Schädigungen des Gehirns führen.
In schweren Fällen mit Gehirninfektion sollten die Tiere eingeschläfert werden.
Die Erkrankung ist heute relativ selten, da die meisten Hunde regelmäßig gegen Staupe geimpft werden.
Leider sind oft Tiere aus dem osteuropäischen Ausland betroffen, da die Infektion dort weit verbreitet ist.

Hepatitis
Dieser Virus greift die Leber an. In sehr schweren Fällen verweigert der Hund jegliche Nahrungsaufnahme, ermattet stark und kollabiert schließlich.
Auch hier möchte ich darauf hinweisen, dass diese Viruserkrankung ansteckend ist. Ein Hund kann sich schon beim schnuppern an einem Laternenmast mit dem Virus anstecken, den ein infizierter Hund mit seinem Urin übertragen hat.

Achten Sie folgendes:
Mattigkeit, Fieber, Appetitlosigkeit, Durchfall, Abmagerung, Gelbliche Schleimhäute, dunkel verfärbter Urin, Bauchwassersucht, dicker, schmerzhafter Bauch.
Es ist möglich, dass diese Krankheit schleichend verläuft.
Ursachen können sein:
Infektionen mit Viren, Bakterien, Parasiten
Vergiftungen
Zuckerkrankheit
Cushing-Syndrom
Medikamentenüberdosierung
Herzerkrankungen
Fettsucht
Störungen des Immunsystems (z. B. bei Dobermännern)
Störungen im Kupferstoffwechsel (z. B. bei den Terriern)
Tumore
Altersbedingt oder im Anschluss an Erkrankungen entstehende Einlagerungen von Bindegewebe in den Leberzellen (Leberfibrose)
Schrumpfung der Leberzellen
Absterben von Leberzellen (Leberzirrhose)
Da die Leber das wichtigste Stoffwechselorgan im Körper ist, führt eine Lebererkrankung zu schweren Ausfallerscheinungen
Um herauszufinden was Ihrem Liebling fehlt müssen Sie den Tierarzt aufsuchen. Dieser wird anhand von: Blut- und Harnuntersuchung, Röntgen und Ultraschall in der Lage sein, eine genaue Diagnose zu erstellen.
Manchmal muss aber auch eine Gewebeprobe der Leber entnommen werden um ein noch genaueres Ergebnis zu erzielen.
Die Therapie richtet sich danach, was von Tierarzt nun festgestellt wurde. In der Regel bekommen die Patienten eine Leberschondiät und bekommen zusätzlich Antibiotika.
Folgendes gilt es zu beachten:
Leberzirrhosen sind nicht heilbar
Lebertumore können zwar operiert werden, aber die Heilungsaussichten sind hierbei meist schlecht, da häufig Tochtergeschwülste (Metastasen) in anderen Organen auftreten.
Leberverfettung entsteht meist im Zusammenhang mit einer Zuckerkrankheit.
Die Leberverfettung kann aber auch durch die Fettsucht eines Hundes entstehen. Leider sind viele Hunde heute eher über- als untergewichtig. Bitte ergreifen Sie rechtzeitig Diätmaßnahmen. Erstellen Sie sich eine Tabelle und tragen Sie regelmäßig das Gewicht Ihres Hundes ein. Sprechen Sie mit Ihrem Hundetrainer, Ihrem Tierarzt und lassen Sie sich beraten, wenn Ihr Hund dazu neigt übergewichtig zu werden.
Nun noch einen kleiner Tipp zur Leberschondiät:
Es sollte eine kohlenhydratreiche, eiweiß- und fettarme Kost sein. Bestehend aus:
Reis, Kartoffeln oder Haferschleim (2/3) auch Hüttenkäse oder Magerquark (1/3) sollten enthalten sein. Zusätzlich fügen Sie noch 1 Teelöffel Pflanzenöl pro 10 kg Körpergewicht hinzu.
Um den Geschmack des Fressens etwas zu verbessern, fügen Sie am besten noch etwas Gemüsebrühe oder Fleischbrühe hinzu. Bitte geben Sie zusätzlich noch ein Vitaminpräparat (Tierarzt oder Zoofachhandel).

Leptospirose
Leptospirose kommt vor als L. canicola, die ein akutes Nierenleiden zur Folge hat und als L. icterohaemorrhagica, die die Leber befällt. Beide Varianten können auch auf den Menschen übertragen werden. Meist wird diese Krankheit (Bakterien) über Mäuse und Ratten übertragen. Sie kann alle Organe befallen und daher eine große Anzahl von Symptomen hervorrufen.
Leider ist auch die Leptospirose für Menschen ansteckend.
Infizierte Hunde können Leptospiren bis zu 4 Jahren lang mit Speichel und Urin ausscheiden. Die Infektion kann ohne Krankheitsanzeichen verlaufen, auffallen kann allerdings, dass die Hunde andauernd Ausscheiden.
Evtl. Anzeichen:
Fieber, Mattigkeit, Fressunlust, Gelbe Schleimhäute, Vermehrter Durst, Durchfall, Taumeln und Bewusstseinsstörungen
Wichtig auch hier ist wieder der Tierarzt. Dieser müsste über diverse Laboruntersuchungen und vor allem Blutuntersuchungen herausfinden ob es sich um eine Leptospirose handelt.
In leichten Fällen sollte diese Krankheit mit Antibiotika behandelt werden.
Bei sehr schweren Verlauf kommt es meist zu unheilbaren Nierenschäden.
Auch hier sollte vorbeugend geimpft werden.

Parvovirose
Ist eine Infektion, die Durchfall und Erbrechen hervorruft. Oft begleiten Blutungen dieses Krankheitsbild. Sie setzt unvermittelt ein und führt oftmals zum Tod durch Austrocknung, sofern nicht sofort Infusionen gegeben werden.
Bei dieser Infektion kommt es nicht nur zu einer massiven Darmentzündung sondern sie kann auch eine Entzündung des Herzmuskels verursachen.
Ich denke jeder von Ihnen hat schon etwas von der Katzenseuche gehört, diese Infektion kommt oft bei Katzen vor. Sie hat sich aber im Laufe der Zeit dem Hund angepasst. Allerdings kann sie nicht von Katze auf Hund übertragen werden.
Worauf Sie achten sollten:
Erbrechen, schleimiger bis blutiger Durchfall, Fieber, Mattigkeit, Bauchschmerzen
Besonders sollte man auf die Welpen achten, denn diese erkranken schwer und bei ihnen verläuft diese Krankheit meist tödlich.
Auch hier ist der Tierarzt die erste Anlaufstelle
Er ermittelt anhand von Laboruntersuchungen um welche Krankheit es sich handelt.
Sollte ihr Hund schon ziemlich krank sein, dann muss er mit Antibiotika, Infusionen und entzündungshemmenden Medikamenten behandelt werden.
Um dieser Krankheit vorzubeugen sollte man auf jeden Fall impfen.
Beachten Sie bitte auch, dass ein Welpe besonders gefährdet ist, da er meist nicht mehr genügend mütterliche Antikörper im Blut hat, andererseits aber auch noch nicht geimpft wird.
Bitte denken Sie daran, wenn Ihnen auffällt, dass sich der Stuhl Ihres Hundes verändert, dann nehmen Sie eine Probe mit zu Ihrem Tierarzt. Sie können damit Zeit und auch Geld sparen!!!

Sollte Ihr Hund Auffälligkeiten beim Harn absondern zeigen, dann versuchen Sie den Urin in einem sterilem Gefäß aufzufangen und bringen ihn bei der erforderlichen Untersuchung zum Tierarzt mit. Auch hier können Sie Geld und Zeit sparen!

 

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