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Aalstrich
Dunkle, streifenförmige Fellzeichnung, die vom Nacken bis zur Rutenspitze verläuft, z. B wie beim Mops
Aasfressen
Machen alle Hunde gerne, wird aber vom Menschen nicht erwünscht. Dieses Verhalten stammt noch von ihren Urvätern. Wildhunde ernähren sich besonders gerne vom Aas, es dient zum Ausgleich des Säure- und Basengleichgewichts. Niedrige Eiweißsubstanzen im Aas oder Mist schwächen die im Organismus durch einseitige Fütterung entstandenen Säuren ab.
Bei evtl. zuviel Gabe von Fleisch neigt der Hund dazu Kot zu fressen. Der Körper des Hundes reagiert darauf mit einem Säureüberschuss. Dadurch bekommt er eine ganz natürliche Gier nach säureausgleichenden alkalischen Stoffen.
Aas (reifgewordenes Fleisch) ist im Gegensatz zu verdorbenen Fleisch ungefährlich.
Abführmittel (auf natürlicher Basis)
Sollte ein Hund an Verstopfung leiden, dann kann man mit
Euter, rohe Leber, Lunge, rohes Ei und Brühe von Pferdefleisch Abhilfe schaffen.
Abzeichen
Vereinzelte Flecken am Körper des Hundes. Sie können braun, schwarz, weiß, grau oder andersfarbig ausfallen. Marken am Kopf und am Körper weißer oder andersfarbiger Hunde, z. B. der Sennehund, der Basset oder der Rottweiler
Abzeichen können auch marmoriert, schattiert oder getigert sein wie z. B. beim Münsterländer oder Pointer.
Afterklaue
Afterkralle, Afterzehe auch Wolfskralle genannt, sind Krallen ohne Bodenkontakt an den Hinterläufen. Sie stammen noch aus der Wolfsvergangenheit und kommen bei einigen großen Rassen wie z. B. dem Bernhardiner, Pyrenäen-Schäferhund, Beauceron vor
Wenn der Standard diese Krallen nicht vorschreibt werden sie meist vom Züchter in den ersten Lebenswochen entfernt. Solche Krallen an den Vorderläufen der Hunde werden „Daumen“ genannt.
Aggression
Ein anderes Wort für Angriffslust und Kampftrieb. Konrad Lorenz meint dazu: „Ein Instinkt wie jeder andere und unter natürlichen Bedingungen auch ebenso lebens- und arterhaltend“.
Aggression und Angst treten in der Entwicklung der Welpen schon relativ früh auf. Meistens ist zu beobachten, dass das Auftreten von „Angst“ meist zum gleichen Zeitpunkt stattfindet wie das Dominanzverhalten der Welpen.
Bei bestimmten Rassen wie Jagdhund (auch beim Dackel) oder bei Schutzhunden als natürliche Schärfe erwünscht und durch Erziehung in die richtige Bahn gelenkt. Im negativen Sinne wird die Aggression so gesteigert, dass die Hunde zu einer großen Gefahr für die Umwelt werden. Neurosen lösen auch Aggressionsverhalten aus. Dazu zählen z. B. Angstbeißer, die an einer Art übersteigerter Aggression leiden. Der Angstbeißer neigt schnell dazu zu zuschnappen, wenn er angebunden ist oder an der Leine gehalten wird. Aggressionsverhalten kann aber auch gezeigt werden, wenn der Hund starke Schmerzen hat oder unter Schock steht. Auch ständiger Stress kann der Auslöser für Aggressionen sein. Zwingerhaltung, zuwenig soziale Kontakte usw. führen unter anderem dazu, dass der Hund mit seiner Umwelt nicht zurecht kommt und darauf mit Aggression reagiert. (Aggression / Dominanz)
Ahnentafel
Offizieller Abstammungsnachweis des Rassehundes auf einem vorgedruckten Formblatt, unterschrieben vom Zuchtbuchführer und dem Züchter. Der Hund muss genau beschrieben sein. Mindestens drei Generationen seiner Vorfahren sollten aufgeführt werden.
Alphatiere
Die Verhaltensforschung hat diesen Begriff ins Leben gerufen. Als Alphatiere werden der ranghöchste Rüde und das ranghöchste Weibchen eines Rudels bezeichnet. Fälschlicherweise wird dieser Begriff auch für sehr selbstbewusst auftretende Hunde benutzt.Analdrüsen
Bei den Analdrüsen handelt es sich um Drüsen in der Umgebung des Afters. In diesen Drüsen werden Geruchsstoffe gebildet, die den Kot imprägnieren und das Interesse der Artgenossen an Kot und After erregen (kann man gut erkennen, wenn fremde Hunde aufeinander treffen, man beriecht sich erst mal am After, ein ängstlicher Hund wird den Schwanz über den Afterbereich legen…….)
Bei Verstopfung oder Überfüllung der Drüsen „fährt der Hund Schlitten“. Es empfiehlt sich dann, die Analdrüsen vom Tierarzt ausdrücken zu lassen.
Da wie ja schon erwähnt, dieser Bereich unter dem Schwanz eine Art Personalausweis des Hundes darstellt, ist dies auch das wichtigste Riechfeld für das Beschnuppern bei sozialen Begegnungen……..eine sogenannte „Analkontrolle“.
Angstbeißer
Siehe Aggression
Ankörung
Sorgfältige Prüfung eines jungen Hundes auf Zuchttauglichkeit, besonders bei Gebrauchshunden. Sie entscheidet über die Zulassung der Zucht.
Ausstellungen
CAC, CACIB, CACIT
Befiederung
Besatz mit halblangen Haaren, an Läufen, Ohren oder Rute.
Beißunfälle
Kommen am häufigsten mit Kindern zustande. Eine Hochrechnung von Kinderärzten ergab, dass sich pro Jahr ca. 80 000 Beißunfälle mit Kindern ereignen. Das höchste Risiko tragen Schulkinder. Selten kommt es zu schwerwiegenden Verletzungen, meistens sind es Hunde der eigenen Familie oder der Nachbarn. Leider ist der Grund für solche Unfälle meistens, dass zu wenig Kenntnis des arteigenen Verhaltens der Hunde vorhanden ist.
Bellen
Wölfe kommunizieren mit ihrem Körper und der Mimik. Auch ihr Heulen ist eine Form der Kommunikation. Hunde kommunizieren auch durch ihre Körper und ihre Mimik. Allerdings ist es bei manchen Rassen schwer zu erkennen, z. B. Bobtail, Dobermann, Basset, Mops usw. Dann teilen sie sich aber auch noch durch verschiedene Lautäußerungen mit. Da haben wir das leise Fiepen, Winseln, Schnaufen, Knurren, Wuffen bis hin zum lauten Bellen. Auch Heulen welches sich in Schreien steigern kann.
Weit verbreitet ist noch die Ansicht, dass ein bellender Hund nicht beißt. Dies stimmt nicht, ein bellender Hund warnt zwar, aber nimmt man diese Warnung nicht ernst, dann wird man mit Sicherheit gebissen. Des weiteren ist es wichtig, sich einen bellenden Hund genau anzuschauen, denn auch die Körperhaltung des bellenden Hundes ist wichtig. Ein schwanzwedelnder bellender Hund drückt z. B. Freude aus über den Besuch der gerade kommt oder über den Spaziergang den man mit ihm macht.
Blendling
Der zoologisch richtige Ausdruck für Bastard oder Mischling. Der Nachkomme verschiedener Rassen also.
Blue Merle
Auch Blauschecke genannt, Tigerung bei Collies, Doggen und Dackel. Die Erbanlage Merlefaktor kann von Missbildungen wie Blindheit und Taubheit begleitet werden.
Blutlinie
Diese Bezeichnung beruht auf der „falschen“ Annahme, dass das Blut der Träger von Erbanlagen ist.
Brand
Rot- bis rostbraune Abzeichen bei dunklen, meist schwarzen Hunden.
CAC
Certificat d’Aptitude au Championat, Anwartschaft auf das nationale Schönheitschampionat bei Ausstellungen.
CACIB
Certificat d’Aptitude au Championat International de Beauté. Anwartschaft auf das Internationale Schönheitschampionat. Der wichtigste Siegertitel bei internationalen Ausstellungen.
CACIT
Certificat d’Aptitude au Championat International de Travail. Seltene Anwartschaft auf das Internationale Arbeitschampionat für Gebrauchshunde.
Championat
Siegertitel für Hunde, die dem Zuchtziel also dem Standard der Rasse, am nächsten kommen.
Charakter
Die Summe der Eigenschaften und Eigentümlichkeiten, die die Individuen einer Rasse besitzen oder die bei ihnen gehäuft vorkommen: Temperament, Lernfreudigkeit , Ausdauer, Kampftrieb oder besondere Anhänglichkeit. Jeder der sich einen Hund anschaffen möchte, sollte auf den Charakter des Hundes achten, denn dieser bestimmt, ob der Hund zum Menschen passt oder nicht.
Cruft’s Dog Show 1886
Benannt nach Charles Cruft 1886. Mit etwa 10 000 Hunden die größte Ausstellung der Welt. Sie findet jedes Jahr im Februar in London statt.
Daumen
Die Kralle, die sich an den Vorderläufen einige Zentimeter über den Boden befindet. Da die Hunde sie nicht abnützen können, müssen sie regelmäßig geschnitten werden. Wenn sie zu Haken auswachsen, dann kann der Hund hängen bleiben und sie sich rausreißen. Manche Züchter lassen sie schon früh entfernen. Ich bin aber dafür, dass dies nicht passiert, denn es ist ein Werkzeug für den Hund. Er bedient sich dieses Werkzeuges beim Spielen mit einem Ast oder beim Kauen eines Knochens.
Deckakt
Die Paarung von Hündin und Rüde dauert zwischen 10 – 45 Minuten. Der Schwellkörper des Penis wird durch die Vaginalmuskulatur festgehalten. In dieser Zeit, die etwa 15 Minuten dauert, sind die beiden unlösbar miteinander verbunden. (Bezeichnung: Hängen) Man darf die beiden Hunde nicht trennen, weil dies zu schweren Verletzungen führt. Nach dem Lösen der Umklammerung schauen die Hunde in entgegengesetzter Richtung.
Defektzucht
Bezeichnung für Rassen, denen zwecks „Schönheitsideal“ oder „originellem Aussehen“ körperliche Schäden angezüchtet werden. Nehmen wir die Französische Bulldogge, wegen dem großen Kopf und dem schmalen Becken, müssen sie per Kaiserschnitt auf die Welt gebracht werden. Auch der Boston Terrier hat mit Geburtsschwierigkeiten zu kämpfen, und zusätzlich Hornhauteintzündungen wegen seiner hervorquellenden Augen. Was ist mit den Lidverengungen beim Chow Chow und Sharpei, oder den klaffenden Lidspalten beim Basset und Bernhardiner. Immer häufiger auftretender Hüftgelenksdysplasie beim Deutschen Schäferhund. Verantwortungsvolle Züchter vermeiden solche Defekte, ohne das Erscheinungsbild der jeweiligen Rasse wesentlich zu verändern.
Dicker Hund
Übergewichtige Hunde trifft man leider sehr häufig an. Dem Hund tut man damit keinen Gefallen, denn dies kann zum frühzeitigen Tod des Tieres führen. Ist ein Hund übergewichtig dann lässt sich dies nur langsam abbauen. Füttert man 60 % des Normalbedarfs, werden wöchentlich 2 % des Körpergewichts abgebaut.
Domestikation
Kommt aus dem lateinischen deomesticus = häuslich, die Zähmung von Wildtieren zu Haustieren. Über den Verlauf, wie aus dem Wolf der Hund wurde spekuliert man heute noch. Jeder hat seine eigene Theorie so meint:
Konrad Lorenz: Zusammenarbeit von Wölfen und Männern bei der Jagd zu gegenseitigen Nutzen.
Erik Ziemen: Die Frauen haben die Wölfe herangezogen, indem sie sich die Welpen holten und als Wärmekissen, Bewacher, und für die Pflege der Kinder einsetzten.
Wolf Herre: Junge Wölfe wurden als Nahrungsmittel gehalten, da sie sich aber bei der Bewachung des Lagers gut anstellten, wurden sie nicht mehr als Beute angesehen.
Dominanz
Ist eine Erbanlage, die sich sichtbar vererbt und dabei andere Erbanlagen unterdrückt.
Auszug aus Wegner Kleine Kynologie
Liegen beide Allele im Genotyp vor, d.h. sowohl das für Pigmentierung wie das für Pigmentmangel, ist das Individuum also heterozygot für dieses Merkmal, so entscheidet ihre Durchschlagkraft, Penetranz über das Erscheinungsbild, den Phänotyp. Unterdrückt in einem solchen Falle beispielsweise ein Gen für schwarze Fellausfärbung sein Allel für Pigmentaufhellung völlig in der Auswirkung, so spricht man von Dominanz desselben, bzw. von Rezessivität des überdeckten.
Nehmen wir als Beispiel den Schnauzer, da ist das Gen für Schwarz gegenüber Pfeffersalz dominant.
Drahthaar
Kurzes, hartes Stockhaar wie es z. B der Foxterrier oder Deutsch Drahthaar haben.
Duftmarke
Kurzer Urinstrahl, mit dem der Rüde sein Revier „markiert“. Mit diesem markieren versucht er die Duftmarken der anderen Rüden zu überdecken. Deshalb hebt ein Rüde sehr häufig sein Bein.
Ergrauen
Beginnt bei vielen Hunden mit ca. 6 Jahren an den Lippen und am Kinn, schreitet dann fort über die Backen und Nase. Im Alter von ca. 8 Jahren auch um die Augen. Es gibt aller Dings auch Hunde die früher ergrauen. Manchmal kann ein frühe Ergrauung auch im Zusammenhang mit einer Stoffwechselstörung oder einer Störung der Schilddrüse auftreten.
Fahne
Lange Haare an der Unterseite der Rute.
Fang
Den Schnauzenteil des Hundes, also Lefzen und Mundhöhle bezeichnet man als Fang. Die Form des Fanges ist rassetypisch.
Farbenschläge
Die verschiedenartigen Fellfärbungen, die bei ein und der selben Rasse z. B. Cocker Spaniel, Deutsche Dogge, Greyhound oder Pudel auftreten.
FCI
Fédération Cynologique Internationale. Internationaler, 1912 in Belgien gegründeter Dachverband der Hundezüchter- und besitzer. In diesem Verband sind 49 Länder vertreten.
Fersenbiss
Junge Wölfe spielen miteinander indem sie sich anfangen in die Fersen zu zwicken. Bei unseren Hunden können wir das auch noch mit zunehmenden Alter beobachten. Manche Hütehunde-Rassen setzen den Fersenbiss (Stechen) bei der Hütearbeit gezielt ein.
Fledermausohr
Längliches, an der Basis breites Stehohr mit abgerundeter Spitze.
Formwert
Die Hunde werden auf Ausstellungen nach ihrer Schönheit bewertet. Die Prädikate sind: Vorzüglich, sehr gut, gut, genügend und ungenügend. Die Grundlage für die Bewertung ist der Rassestandard.
Fransen
So werden die langen Haare am Ohr bezeichnet. Beispiel: der Afghane
Gangart
Die verschiedenen Fortbewegungsweisen des Hundes wie, Trapp, Galopp, Schritt, Passgang.
Gebiss
Gesunde erwachsene Hunde haben 42 Zähne in verschiedenen Formen wie
Schneidezähne, Fangzähne, vordere Backenzähne (Prämolaren), hintere Backenzähne (Molaren).
Je nach Schädelform gibt es erwünschte und nicht erwünschte Gebissformen:
Zangengebiss (Wildhunde)
Scherengebiss (meisten Rassen)
Vorbiss (Bulldoggen, Boxer)
Hinterbiss (kann vorkommen bei Windhunden oder auch Dackeln)
Gesichtsfeld
Der Bereich, den der Hund überblicken kann, ohne dabei den Kopf zu drehen. Je nach Schädelform und Lage der Augen liegt dieser Bereich zwischen 200° und 270°. Beim Menschen hingegen etwa bei 100°.
Gestromt
Dunkle Querstreifen auf hellerem Fell
Glatthaar
Kurzes glatt anliegendes Deckhaar unter Rückbildung der Unterwolle. Beispiel: Boxer, Dobermann, gibt’s auch beim Fox-Terrier und beim Dackel
Granhaar
Harsches Deckhaar, welches die Unterwolle überragt.
Grauer Star
Milchige bis perlmuttweiße Trübung der Linse, weite Pupille. Grauer Star ist meist erblich bedingt, oft auch Folge anderer Augenerkrankungen wie Netzhautverkrümmung, Linsenvorfall, aber auch nach schweren Infektionen und Verletzungen am Auge. Zuckerkrankheit bewirkt im Alter immer einen Grauen Star.
Größe
Die Größe des Hundes wird in vier verschiedene Gruppen unterteilt:
Kleinst oder Zwerghunde bis zu einer maximalen Schulterhöhe von 24 cm.
Kleine Hunde bis zur Schulterhöhe von 41 cm.
Mittelgroße Hunde bis zur Schulterhöhe von 62 cm.
Große Hunde alles über 62 cm.
Grüner Star (Glaukom)
Vorgewölbtes, vergrößertes Auge mit weiter Pupille, durch die der Netzhautgrund grün durchleuchtet. Starker Tränenfluss, erhebliche Entzündung des gesamten Auges.
Ursachen: Linsentrübung oder Netzhautverkümmerungen führen zur Weitstellung der Pupille, damit mehr Licht einfallen kann. Der Abfluss des Kammerwassers wird dadurch behindert, der Augeninnendruck steigt.
Haarwechsel
Bei gemäßigten Temperaturen findet der Haarwechsel beim Hund zweimal statt. Im Frühjahr und Ende Herbst. Die Stärke hängt von der Pflege, Haltung und Ernährung ab. Während des Wechsels sollte die Pflege nämlich das Auskämmen und Ausbürsten des Felles oberstes Gebot eines jeden Hundebesitzers sein.
Haftpflichtversicherung
Das Bürgerliche Gesetzbuch (§ 833) schreibt vor, dass der Tierhalter grundsätzlich haftet, wenn durch ein Tier ein Mensch getötet, verletzt oder eine Sache beschädigt wird. Eine Tierhaftpflichtversicherung ist ein „Muss“ für jeden Hundehalter. (Evtl. ausgenommen von einer Schadenshaftpflicht sind Blindenhunde, Berufshunde)
Hecheln
Beschleunigtes Atmen bei geöffnetem Fang und zur Abkühlung der heraushängenden Zunge. Ersatz fürs Schwitzen, der Hund besitzt nur verkümmerte Schweißdrüsen an den Pfoten.
Hinterhand
Bezeichnet den hinteren Teil des Hundes von den Hüftknochen bis zu den Hinterpfoten.
Hüftgelenksdysplasie (HD)
Der Wachstum der Knochen beim jungen Hund findet vorwiegend in Knorpelfugen statt, die sich am oberen und unteren Ende der einzelnen Gliedmaßenknochen bzw. an Schädel und Becken befinden. Durch Erbkrankheiten, fehlerhafte, meist zu üppige Ernährung und durch Verletzungen im Bereich der Wachstumsfugen kommt es zu schmerzhaften Missbildungen von Knochen und Gelenken, die zu wechselnden Lahmheiten führen. Infolge starker Abflachung bewegt sich die Gelenkkugel der Hinterläufe lose in der Pfanne des Beckens. Die Folge: ein- oder beidseitiges Hinken. Dem Hund fällt es schwer aus dem sitzen aufzustehen.
Die Diagnose einer HD ist nur durch eine Röntgenaufnahme des Beckens möglich.
Zur Linderung der Beschwerden werden schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente eingesetzt. Bei dauerhaften starken Beschwerden hat sich wie beim Menschen der operative Ersatz durch ein künstliches Hüftgelenk durchgesetzt. Die OP ist zwar aufwendig und darf nur in Spezialkliniken ausgeführt werden, wirkt aber Wunder. Die Hunde belasten schon am Tag nach der OP besser und laufen nach zwei Wochen scheinbar beschwerdefrei.
Hundesport
Ist der Sammelbegriff für eine intensiver Beschäftigung mit dem Hund. Sei es Agility, Dog Dancing, Turnier Hundesport, Zucht, systematische Erziehung, Ausstellungen, Teilnahme an Rennen, Prüfungen und vieles mehr. Etwa um 1870 begann man bei uns mit der Gründung von Verbänden und Vereinen.
Hundesteuer
Der Hund ist das einzige Heim- und Haustier, für das man Steuer zahlen muss. Städte und Länder führten diese Abgabe im ersten Drittel des vorigen Jahrhunderts ein, um die vermehrte Haltung von Hunden zu unterbinden. Hundebesitzer sind verpflichtet, die Anschaffung ihres Hundes (Welpen auch) innerhalb von zwei Wochen bei der Behörde anzumelden. Dem Bescheid den man erhält liegt eine Hundemarke bei, die das Tier außerhalb der Wohnung tragen muss.
Imponiergehabe
Dieser Begriff kommt aus der Verhaltensforschung. Er bezeichnet vor allem mimische Ausdrucksformen des Hundes, mit der er Rangordnungsprobleme ohne Kampf versucht zu regeln. Durch Körperhaltung, Fellsträuben, Ohrenstellen und Schwanzversteifen will sich der Hund größer erscheinen lassen. Es kann zum Zähnefletschen und Knurren kommen, auch Fixieren und Anstarren des Gegners gehören zum Imponieren. Einen fremden Hund sollte man nicht fixieren oder in die Augen starren, er könnte dies als Bedrohung ansehen und wenn nicht wesensfest, angreifen.
Jagdtrieb
Ist bei den Rassen verschieden stark ausgeprägt, aber immer noch in Resten vorhanden (da von den Wölfen übernommen). Man sollte in Jagdrevieren den Hund grundsätzlich an der Leine führen.
Karpfenrücken
Fachausdruck für stark gewölbten Rücken, der meist als fehlerhaft gilt. Allerdings beim Bulldog und dem Italienischen Windspiel rassetypisch.
Kippohr
Hohes Kippohr, z. B. der Collie wo nur die äußerste Spitze vornüber fällt.
Schweres Kippohr, z. B. Foxterrier, Rottweiler, Dobermann, Boxer usw. wenn das ganze obere Drittel nach vorne fällt. Beim Schäferhund sind Kippohren unerwünscht.
Körmeister
Bezeichnung für den Zuchtrichter, der die Berechtigung hat, Ankörungen durchzuführen.
Körpersprache
Bezeichnet die Körperhaltung des Hundes. Von mir schon beschrieben unter anderem beim Imponiergehabe, Hundebegegnungen, Spielverbeugungen usw.
Viel über die Körpersprache des Hundes hat „Turid Rugaas“ herausgefunden. Es gibt ein Video und auch ein Buch darüber.(Calming Signals).
Körpertemperatur
Beim erwachsenen Hund liegt die normale Körpertemperatur zwischen 38,2° bis 38,9°. Temperaturen über 39,5° sind Fieber und es sollte der Tierarzt aufgesucht werden.
Kynologie
Die Lehre vom Hund. Als Kynologe gilt, wer sich wissenschaftlich oder praktisch (Zucht, Ausbildung) mit Hunden befasst.
Langhaar
Weiches, langes Deckhaar mit guter Unterwolle (z. B. Neufundländer), ohne Unterwolle (z. B. Setter) oder dünn und seidig (Malteser). Bei dichter Unterwolle und abstehendem Deckhaar spricht man von Langstockhaar (z. B. Spitz).
Läufigkeit
Zweimalige Brunst der Hündin, meist im Frühjahr (Januar bis März) und im Herbst (August bis Oktober) mit vielen Ausnahmen. Kleine Hunde haben ein 4-monatigen, große Hunde einen 8-monatigen Zyklus. Basenjis werden einmal im Jahr läufig.
Die Läufigkeit hat 3 Phasen:

  • etwa 10 Tage Vorbrunst mit Blutung
  • circa 12 Tage Hochbrunst mit Paarungsbereitschaft
  • abklingende Nachbrunst.

Anzeichen für eine Läufigkeit: Vergrößerung der Labien und Vagina; Hündin markiert mit kleinen Bächen; fremde Rüden sind sehr interessiert und ziemlich aufdringlich.
Lefzen
Herabhängende Lippen des Oberkiefers.
Leistungsprüfung
Werden häufig für Jagd- und Schutzhunde von den jeweiligen Verbänden aufgestellt. Wenn die Prüfung bestanden ist wird dies mit einem Leistungszeichen anerkannt.
Letalfaktor
Ist eine Erbanlage, die zu schweren Missbildungen, in den schlimmsten Fällen zu Totgeburten führt. Häufig ist diese Erbanlage an andere, in der Zucht erwünschte Merkmale gebunden. So tritt z. b. mit der Farbe Weiß (Bullterrier) oder mit der Dalmatiner-Checkung die Taubheit auf. Letalfaktoren können rezessiv sein und unentdeckt bleiben. Erst bei Inzucht werden sie sichtbar.
Linienzucht
Hier werden wünschenswerte Eigenschaften, die in einer Familie vorhanden sind, durch Paarung verwandter Partner zu verstärken und weniger wünschenswerte auszumerzen.
Luftwitterung
Der Hund steckt die Nase in den Wind und nimmt Geruchspartikel auf, die in der Luft schweben. Wir nehmen diese Gerüche nicht auf, was wieder mal ein Beweis für die hervorragende Geruchsleistung des Hundes ist.
Maske
Scharf abgegrenztes, von der Grundfarbe abstechendes Farbfeld des Hundegesichtes. (z. B. Mastiff, Mops (schwarz), Landseer, Border Collie (weiß) auch verschiedene Terrier haben eine Maske)
Mutation
Veränderung der inneren oder äußeren Erscheinungsform, die sprunghaft auftritt. Sie ist vererblich, weil die Veränderung bis in die Erbmasse hineinreicht. Leider konnte man noch immer nicht die Ursachen dieser Veränderungen hinreichend feststellen.
Nasenspiegel
Verhaltensforscher nennen die Kuppe der Hundenase (meist schwarz, stets feucht), Nasenspiegel , weil sie bei der Hundebegegnung auch eine optische Funktion hat.
Neotenie
Stehen bleiben der Entwicklung im Jungenzustand bei voller Ausbildung der Geschlechtsreife. Ist auch eine Folge der Domestikation. Man könnte sagen: Der Hund ist ein kindlich gebliebener Wolf.
Pariahunde
Kommen vom Balkan bis ins südliche Asien vor und leben in Menschennähe. Es ist nicht sicher, ob es sich um verwilderte Nachkommen alter Rassen oder Hunde im Frühstadium der Domestikation handelt.
Pfotengeben
Dieser Begriff ist entstanden aus der ursprünglichen Bettelgeste, mit der die noch blinden Welpen gegen die Zitzen der Mutter treten (sogenannter Milchtritt). Unsre Hunde betteln auch so um Aufmerksamkeit bei uns Menschen.
Pigmentierung
Farbstoffablagerungen an den Lidrändern, dem Nasenspiegel und den Lefzenrändern.
Prägung
Begriff aus der Verhaltensforschung für einen Eindruck, der sich nicht mehr verwischt. Bei Welpen besonders wichtig, dass sie von einem Menschen auf andere Menschen geprägt wird. (Menschenbindung)
Puls
Innen am Hinterlauf, nahe der Leistenbeuge fühlbar. Gesunde Pulsfrequenz bei mittleren bis großen Rassen: 70 bis 100 Schläge die Minute, bei kleineren Rassen 100 bis 130 Schläge die Minute, bei Welpen bis zu 200 Schlägen die Minute.
Quarantäne
Eine befristete Absonderung von kranken oder ansteckenden Tieren zur Verhinderung von Seuchen . Wegen der Tollwutgefahr unterliegen alle nach England, Norwegen und Schweden einreisenden oder von dort importierten Hunde einer mehrwöchigen Quarantäne. (dieser Ausdruck stammt aus dem Französischen und bedeutet ein Zeitraum von 40 Tagen)
Rauhaar
Sich hart und rau anfühlendes, kurzes oder mittellanges Deckhaar, das nach verschiedenen Richtungen absteht. Z. B. Rauhaardackel verschiedene Terrier
Reinrassigkeit
Ein Hund aus einer guten Zucht wir durch seinen Stammbaum dokumentiert, dieser zeigt seine Reinrassigkeit an. Bitte verwechselt diesen Ausdruck nicht mit reinerbig, denn sonst sähen die Hunde gleicher Eltern auch alle gleich aus.
Reizschwelle
Ist die Reaktion eines Hundes auf einen äußeren Reiz. Die Reizschwelle ist von Rasse und Geschlecht abhängig, kann durch Erlebnisse während der Prägungs- und Sozialisierungsphase, Jugenderlebnisse geprägt sein. Sie kann aber auch der Situation entsprechend angemessen sein. Hunde mit sehr niedriger Reizschwelle reagieren auf geringe Reize mit Angriffsverhalten; Hunde mit hoher Reizschwelle verhalten sich gelassen und souverän. Hunde mit rassetypisch hoher Reizschwelle sind z. B. Bernhardiner, Bullterrier, Tibet Mastiff, Bouvier usw. Eine niedrige Reizschwelle hingegen hat z. B. der Fila Brasileiro
Rezessiv
Das Gegenteil von Dominant. Erbanlagen, die überdeckt werden können, im Erbgut aber erhalten bleiben, um dann in einer späteren Generation evtl. wieder auf zu tauchen.
Rute
Fachausdruck für den Schwanz des Hundes
Schärfe
Eine im Wesen verankerte, auf dem Gefühl der eigenen Stärke beruhende Aggressivität des Hundes. Sie beschränkt sich nicht auf Selbstverteidigung, sondern wird durch Erziehung für die Verteidigung des Rudelführers wirksam gemacht. (siehe auch Aggression -----Reizschwelle)
Scharren
Macht der Rüde nach dem Markieren mit seinen Hinterläufen, ein Zeichen von sozialer Potenz, es ist nicht gegen einen evtl. Widersacher gerichtet…….Des weiteren scharrt der Hund auch schon mal wenn er eine Situation nicht richtig einschätzen kann, dann kann es sich um eine Übersprunghandlung handeln.
Scheinträchtigkeit
Es handelt sich um eine Hormon- evtl. auch Verhaltensstörung bei der Hündin, die 8 – 9 Wochen nach einer Läufigkeit auftritt. Zu dem Zeitpunkt also, zu dem die Hündin nach erfolgten Deckakt ihre Jungen bekommen sollte. Gesäuge wie auch der Bauchumfang sind vergrößert. Die Hündin benimmt sich so, als hätte sie Welpen aufzuziehen. Sie baut ein Nest, nimmt Schuhe und andere Gegenstände als Welpenersatz. Die Scheinträchtigkeit kann zur Scheinmutterschaft werden, bei der die Hündin sogar Milch in den Zitzen produziert, diese Milchzeit kann bis zu vier Wochen dauern. Natürlich treten diese Eigenschaften bei einer Hündin stärker auf bei einer anderen schwächer. Eine Hündin ist z. B. in dieser Zeit sehr aggressiv gegenüber anderer Artgenossen, eine andere Hündin ist sehr lieb und anhänglich während dieser Zeit.
Schensihunde
Tropische Primitivhunde, die ohne menschliches Zutun ihr Fortkommen finden. Es wurden ungefähr 15 Typen abgegrenzt, wie den Batakspitz aus Sumatra, den Papuahund von Neuguinea, den Kamerun Hund und den Pygmäenhund, um hier nur einige Typen zu nennen.

Der Basenji wurde vom FCI anerkannt. Alle diese Typen haben Stehohren und eine geringelte Rute (Schwanz)
Schnauzenstoß
Der Welpe benutzt ihn als Bettelgeste, um aus dem Maul der Mutter seinen Teil Futter zu bekommen. Der erwachsene Hund wendet ihn zur Begrüßung und zum Zeichen seiner Zuneigung an, mancher Hund leckt einem dabei auch die Hand. Wenn ein fremder Hund uns beschnüffelt sollten wir ihm den Handrücken hinhalten und ihm leicht auf die Nase tupfen. Der Hund versteht dies als angewandten Schnauzenstoß………(nur ein normal sozialisierter Hund!!!)
Schutzhundeprüfung
Hund und Führer legen sie in einem Gebrauchshundesportverein oder im Verein für Deutsche Schäferhunde ab. Sie ist entsprechend dem Alter des Tieres in drei Stufen unterteilt, die man hintereinander ablegen muss.

SchH I für Hunde ab 18 Monate

SchH II für Hunde ab 19 Monate und

SchH III für Hunde ab 20 Monate

Dabei gibt es drei Arbeitsgebiete:

Die Fährtenarbeit, die Unterordnungsleistung und den Schutzdienst
Stammbaum
Darstellung aller von einem Elternpaar abstammenden Nachkommen in Form eines Baumes oder einer Tabelle (bitte nicht verwechseln mit der Ahnentafel, die ich schon beschrieben habe)
Stammbuch
Auch Zuchtbuch genannt. Wird von den Rasseclubs geführt, deren Zuchtwart alle Würfe rassereiner Hunde einträgt. Eine sehr wichtige Informationsquelle über die Geschichte einer bestimmten Rasse. Leider werden die Fehler der einzelnen Hunde nicht eingetragen……
Stillzeit
Die Hündin stillt ihre Welpen während der erst Wochen bis höchstens zur 8. Lebenswoche. Viele Züchter gehen dazu über ihre Hündin nur noch bis zur 6. Lebenswoche stillen zu lassen, damit die Entwöhnungsphase leichter fällt. Ab der 2. Lebenswoche wird meist zugefüttert.
Stop
Ausgeprägter Stirnabsatz über der Nasenwurzel. Fast ohne Stop sind z. B. Saluki, Afghane. Einen starken Stop haben z. B. Boxer, Japan Chin und der Pekinese.
Tan
Englische Bezeichnung für gelb- bis rostbraun, z. B. Black and Tan Terrier.
Trächtigkeit
Bei der Hündin dauert die Trächtigkeit ca. 63 Tage
Übersprunghandlung
Innere Spannungen werden durch Reaktionen abgebaut, die nicht zur Situation passen, z. B Gähnen, sich Kratzen, stark schnüffeln. Diese Situation kann man mit uns Menschen gut vergleichen, was machen wir wenn wir verlegen sind??? Wir kratzen uns am Kopf, führen den Finger an die Lippen usw.
VDH
Verband für das Deutsche Hundewesen, Sitz in Dortmund. Dachverband der Rassenvereine mit ca. 500 000 Mitgliedern. Herausgeber der Zeitschrift „Unser Rassehund“.
Vorderhand
Gegenteil von Hinterhand, das gesamte Vorderteil des Hundes mit Brust, Schultern, Vorderläufen und Pfoten.
Wesen
Die Summe aller angeborenen und erworbenen körperlichen und seelischen Anlagen, Eigenschaften und Fähigkeiten, die das Verhalten des Hundes zur Umwelt bestimmen. Das Wesen eines Hundes ist für das Zusammenleben mit dem Menschen sehr viel wichtiger als die „äußere Schönheit“.
Widerrist
Jener Teil der Wirbelsäule, der zwischen den Schulterblättern liegt, ohne sie zu überragen. Wir messen die Größe unserer Hunde am Widerrist.
Zuchtgruppe
Vorführung von mindestens drei Hunden einer Rasse aus gleichem Zwinger auf einer Ausstellung. Die Hunde müssen am gleichen Tag bei der Einzelbewertung mindestens die Note „gut“ erhalten haben.
Zuchtwahl
Unter normalen Zuchtbedingungen wählt der Züchter die Tiere zur Vermehrung aus, die seiner Meinung nach die von ihm gewünschten Eigenschaften besitzen. Er kann somit das Erscheinungsbild einer Rasse zum Guten wie aber auch zum Schlechten verändern.

Bei der natürlichen Zuchtwahl unter Wildtieren haben die lebenskräftigeren Rüden mehr Aussicht ein Weibchen zu gewinnen, als die schwächeren. Bei den Wölfen vermehren sich ohnehin nur die Alphatiere, wie auch bei den Dingos nur der Alpharüde mit der Hündin einen Deckakt vornimmt.
Zwinger
Eingezäunter Auslauf um die im Freien gelegene Unterkunft des Hundes. Die Beschaffenheit eines haltungsgerechten Zwingers wird im Tierschutzgesetz in der „Verordnung über das Halten von Hunden im Freien“ geregelt.
Gesamter Hundebestand eines Züchters, der unter einem vom Zuchtbuch-Amt genehmigten Namen eingetragen ist.

 

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