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Apportieren

Es gibt viele Hunde die mit einer wahren Begeisterung einem geworfenen Stöckchen oder Ball hinterherlaufen. Leider vergessen sie auch das geworfene Spielzeug wieder zurück zu bringen. Ich möchten Ihnen ein paar Tips geben, wie Sie Ihrem Vierbeiner das Apportieren beibringen können.

Damit Ihr Hund wirklich Spass an der Sache bekommt, muss man ihm die „Beute“ erst mal schmackhaft machen. In diesem Fall sind Sie gefragt. Geben Sie dem Wurfgegenstand, den Sie verwenden möchten „Leben“. Reagieren Sie mit Ihrem Körper und Ihrer Stimme auf jede Bewegung Ihres Hundes. Zum Beispiel könnte das Objekt vor dem Hund „fliehen“ oder versuchen, auch dann noch zu „entkommen“, wenn der Hund zugepackt hat. Ihr Ziel ist, dass der Hund ganz verrückt nach seiner „Beute“ wird. Die Qualität des Spiels ist ausschlaggebend, nicht die Quantität. Wenn der junge Hund darin regelrecht aufgeht und letztlich mit stolzem Gang und strahlenden Augen seine Beute wegträgt, waren Sie vermutlich erfolgreich. Wenn Sie Ihren Hund später das „Aus“ oder „Hand“ z. B. durch Beutetausch (der Hund gibt Beute ab und erhält dafür ein Leckerli) stressfrei lehren, werden sich Ihre Bemühungen auszahlen.

Dummy auf Baum
Bringen1

Fördern Sie Spiel- und Beutetrieb

Erste Bring-Übungen können Sie schon mit einem eingewöhnten Welpen machen. Der dazu verwendete Gegenstand sollte nicht zu hart sein, und der Hund sollte gerne damit spielen. Am besten binden Sie den Gegenstand an eine ca. 50 cm bis 1m lange Schnur. So erhält man mehr Spielraum. Gut geeignet ist ein Ball oder Kong. (mittlerweile gibt es auch Dummys für Welpen, die ich einem Ball vorziehen würde) Der Gegenstand sollte schon im freien Spiel zum Einsatz gekommen sein, dem Hund also bekannt sein.
Versuchen könnten Sie nun folgendes: Der junge Hund trägt die Beute und Sie laufen ihm nach und tun so, als ob Sie ihm die Beute streitig machen möchten. Dies tun Sie vor allem, wenn der Hund den Gegenstand fallen lässt. Nimmt er ihn darauf wieder auf, ist dies bereits ein Erfolg. Anderenfalls kommt die Schnur zum Einsatz: Sie ziehen das Objekt vom Hund weg und geben dabei ein paar Geräusche von sich. Nun beginnt sich der Hund wieder für den Gegenstand zu interessieren – auf einmal verschwindet der Gegenstand ganz unerwartet hinter Ihren Rücken.
Plötzlich ist er wieder da! Lassen Sie ihrer Phantasie freien Lauf, denn damit können Sie die Neugierde und Spiellust ihres Hundes fördern
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Haben Sie es geschafft, dass der Gegenstand unwiderstehlich für Ihren Hausgenossen geworden ist, dann können Sie zum sicheren Apportieren übergehen.Ihr Hund nimmt den Gegenstand sicher auf und wartet geradezu auf einen Beutestreit mit Ihnen. Dieses Spiel ist wichtig bei der Vorbereitung zum Apportieren.Vermitteln Sie Ihrem Hund, dass Sie ihm die Beute nicht ernsthaft wegnehmen wollen. Denken Sie daran, wenn die Beute zu schnell weggenommen wird, verliert Ihr Kleiner evtl. schnell die Lust an dem Spiel. Stellen Sie nun auf ein Laufspiel um. Immer wenn der Hund die Beute trägt, loben Sie ihn. Greifen Sie beim Laufen immer wieder an die Beute oder die Schnur, ohne sie dem Hund abzunehmen. Dies ist eine gute Vorbereitung für das spätere stressfreie Erlernen des „Aus“ – oder „Hand“ – Kommandos. Laufen Sie mit dem Hund zusammen und locken Sie ihn dabei in eine andere Richtung. Führen Sie das Spiel auch über kleine Hindernisse. Laufen Sie dem Hund aber nicht hinterher, sonst würde er mit seiner Beute fliehen. Fordern Sie ihn zwischendurch immer wieder zu einem Beutestreit heraus. Werden Sie auch einmal etwas langsamer oder bleiben Sie kurz stehen (Der Hund sollte das Objekt derweil ruhig im Fang tragen). Anschliessend laufen Sie wieder eine Runde. Bitte achten Sie darauf ob Ihr Hund Zeichen von Ermüdung zeigt, dann sollte das Spiel beendet werden, indem Sie den Hund mit seiner Beute vom Übungsplatz führen.

Nun kommen wir zum letzten Schritt.
Wenn Ihr Hund den in Ihrer Nähe liegenden Gegenstand sicher aufnimmt und mit ihm zu Ihnen zurück kommt, dann wird die Übung weiter aufgebaut.
Beim Laufspiel wechseln sie nun vermehrt das Tempo, bleiben auch häufiger stehen. Der Hund sollte sich nun an ihrer Seite setzen. Aus dieser Position heraus stellen Sie sich dann dem Hund gegenüber. So wird das Tier an die Vorsitz-Situation mit Gegenstand im Maul gewöhnt. Unabhängig von allen Apportiersituationen und – spielen müssen Sie dem Hund grundlegende Unterordnungselemente beibringen. Dazu gehört auch der „Vorsitz“ (ohne Bringsel). Gehen Sie behutsam an die Übungen heran, damit der Vierbeiner den Gegenstand nicht fallen lässt. Beisst der Hund auf dem Objekt herum oder lässt er Tendenzen zum Fallen lassen erkennen, dann greifen Sie immer wieder dosiert an den Gegenstand, bis ihn der Hund wieder fest hält. Beenden Sie auch diese Übung vorerst durch gemeinsames Laufen. Bis jetzt hat Ihr Hund den Gegenstand mehr oder weniger spielerisch aus der Bewegung aufgenommen. Nun können Sie dazu übergehen, die „Beute“ zum Hund hin und von ihm weg zu werfen. Es folgen Lauf- und Beutestreit- Spiele. Manchmal darf der Hund den Gegenstand vom Platz tragen, manchmal sollte er ihn Ihnen freudig und ohne Angst und Unsicherheit überlassen. Jetzt liegt es nur noch an Ihnen, den Hund aus allen möglichen Positionen apportieren zu lassen.
Sie können anfangen die „Beute“ zu verstecken. In einem Gebüsch, an einen Zweig, in ein Erdloch, hinter einen Baum usw. Der Hund soll dabei ruhig sitzen, oder liegen. Sie gehen zum Hund zurück und schicken ihn nun los. Gebrauchen Sie dabei das Kommando „Apport“. Dieses Kommando beinhaltet: Hol, Such, Bring und Aus. Sollte Ihr Hund anfangs Schwierigkeiten haben, den versteckten Gegenstand (Dummy) zu finden, dann schicken Sie einen Helfer in die Nähe des Gegenstandes. Dieser Helfer stellt für den Hund eine Konkurrenz dar und der Hund wird den Gegenstand noch schneller finden wollen. Unterstützen Sie Ihren Hund indem Sie ihn mit einem „freudigen“ „such“ anfeuern. Freuen Sie sich wenn er den Gegenstand gefunden hat und freudig zu ihnen bringt. Nehmen Sie ihm den Gegenstand nicht sofort ab, sondern loben und streicheln Sie ihn anfangs immer ganz ausgiebig. Wenn Sie noch mehr Übungen machen möchten dann bietet sich auch das „Einweisen“ an. Ihr Hund macht „Sitz“. Sie legen drei Dummys in einem Dreieck aus. Dann stellen Sie sich vor Ihren Hund. Das Dreieck befindet sich hinter Ihnen. Nun strecken Sie die rechte Hand nach oben aus. Dann geben Sie das Kommando „rechts“ und führen Ihre Hand in die rechte Richtung. Ihr Hund sollte allerdings vorher schon von Ihnen an die Kommandos „rechts“, „links“ und voraus herangeführt werden. Auch diese Kommandos kann er spielerisch erlernen. Nehmen Sie das Dummy in die rechte Hand und werfen es nach rechts weg. Gebrauchen Sie dabei das Kommando „rechts“. Denken Sie daran, Ihr Hund muss an alle Spiele langsam herangeführt werden. Überfordern Sie ihn nicht. Sie werden erkennen, dass es Ihnen wie auch Ihrem Hund Spass machen wird, verschiedene Übungen auszuführen. Auch beim Apportieren ist Ihre Phantasie gefragt
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Den Ball
Dummy gefunden
Auch in den Dünen